Die Gegenreformation

Gedenkstätte im Emlinger Holz
Gedenkstätte im Emlinger Holz

Ein hundertjähriges evangelisches Glaubensleben wurde durch die auch in Eferding massiv einsetzende Gegenreformation ab 1624 vernichtet. Die Bevölkerung der Stadt litt unter den Kämpfen der Gegenreformation. Die beiden Anführer der Bauernkriege waren Stefan Fadinger und Christoph Zeller.
Nach dem Tod ihres Anführers Stefan Fadinger verschanzten sich die Bauern im Emlinger Holz. Hier fand ein Verzweiflungskampf der Bauern gegen die Soldaten in ihren Schwarzpanzern statt. Viele Bauern kämpften hier um ihre Freiheit.
Am 29.11.1626 war die große Schlacht der schlecht ausgerüsteten Bauern gegen die Kriegsherren im Emlinger Holz zu Ende. 3000 Bauern lagen tot auf der Wallstatt. Viele flüchteten und kamen im sumpfigen Gebiet der Donauauen um.
Die gefangenen Anführer wurden am Hauptplatz in Linz hingerichtet. Darunter war auch der 4jährige Sohn eines Bauern.
Stefan Fadinger, der am Eferdinger Friedhof (damals noch um die Stadtpfarrkirche angelegt) beigesetzt war, wurde von seinen Feinden wieder ausgegraben und im wilden Moos bei Seebach mit Zeller eingescharrt, denn hier war der Platz für verendete Tiere und über seinem Grab wurde ein Galgen errichtet. Seine Familie wurde vertrieben und sein Hof bei St. Agatha geschleift.
Das Reformationspatent verlangte Rückkehr zum römisch-katholischen Glauben oder Auswanderung bis Ostern 1626. Viele, besonders westlich von Eferding wohnende Gemeindeglieder, wanderten aus. Der damalige Graf Erasmus von Starhemberg, der seiner evangelischen Lehre treu geblieben war, verkaufte seine Besitzungen und schloss sich der Auswanderung an. 1648 kehrte er krank in das Schloss Gstöttenau zurück. Dort starb er und wurde in Hellmonsödt i.M. in der Starhemberggruft beigesetzt.

Evangelische Pfarrgemeinde A.B

Eferding
Schaumburgerstraße 17
4070 Eferding

pfarramt@evang-eferding.at
Tel.: 07272 2254

Pfarrer:

Mag. Johannes Hanek:

0699 188 77 435

j.hanek@gmx.at